Kurzbericht aus der letzten Sitzung des Gemeinderates vom 14.09.2020

Kanzach, den 23.09.2020

Ehrung von Blutspendern

Die Gemeinde Kanzach hat zwei Blutspender für ihr häufiges Blutspenden geehrt:

Herrn Martin Schilling für 10-maliges Spenden mit der Ehrennadel in Gold und Herrn Karl-Heinz Brändle für 25-maliges Spenden mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz.

 

Seine Anerkennung sprach Bürgermeister Schultheiß den treuen Blutspendern „für diesen wichtigen Dienst am Nächsten“ aus. Er erinnerte daran, dass das Blutspenden unersetzlich ist. In den zurückliegenden zwölf Monaten habe die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes Bad Buchau drei Blutspende-Aktionen durchgeführt. Dabei wurden 489 Blutspenden abgenommen. Schultheiß bezeichnete dies als eine „beachtliche Zahl“ und betonte, dass die Ortsgruppe im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Landkreis „sehr gut“ dastehe. Auch dem hohen persönlichen Einsatz der örtlichen DRK-Bereitschaft gelte sein Respekt und sein Dank. Die Geehrten erhielten eine Urkunde des DRK und ein Präsent der Gemeinde.

 

Sachstand zur Neukonzeption der Bachritterburg 2021

Bürgermeister Schultheiß berichtete von dem bisher stattgefundenen Gespräch mit Herrn Dr. Baumeister, Federseemuseum Bad Buchau, an dem auch Herr Alfred Nuber und seitens der Gemeindeverwaltung Frau Hahn-Wiggenhauser teilnahmen. Bei diesem Termin wurden die ersten Schritte der Neukonzeption 2021 besprochen.

 

Derzeit wird das TRAFO-Projekt „Ernährungsprojekt II“ aus dem TRAFO-Programm – Modelle für Kultur im Wandel, Projekt „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“ – aufgegriffen. Hierzu wird es am 08.10.2020 noch ein fachliches Gespräch mit der zuständigen Referentin geben, damit die Freigabe der erforderlichen Zuschüsse erreicht werden kann. Das Projekt wird fachlich vom Landratsamt des Ostalbkreises in Aalen begleitet und ist eingebunden in den Museumsverbund Bachritterburg, Federseemuseum, Heuneburg und Keltenmuseum Hundersingen. Insofern strebt der Bürgermeister auch eine engere Partnerschaft mit Dr. Baumeister vom Federseemuseum an, der als Wissenschaftler eine führende Position innehat.

 

Bereits beim abgeschlossenen Projekt „Ernährungsphase I“ unter museumspädagogischen und partizipativen Gesichtspunkten konnten für die Bachritterburg neue Zielgruppen generiert werden. Die Nachfrage war aufgrund des großen Interesses deutlich angestiegen. Dabei hatte sich aber auch herauskristallisiert, dass gerade bei den Ernährungskursen der Lehr- und Lernort samt Ausstattung der Bachritterburg durch einen Unterstand samt Kuppelofen nachgebessert werden muss. Derzeit befindet sich bereits beim Bauamt des Landratsamtes Biberach ein entsprechender Bauantrag zur Errichtung eines Backhauses mit einem mittelalterlichem Kappenofen. Für den Bau konnte die renommierte Zimmerei Traub, Daugendorf, gewonnen werden, die bereits die imposante Burganlage erstellt hat. Die Zimmerei beabsichtigt auch auf versierte mittelalterliche Gruppen zuzugehen, die beispielsweise bereits beim Handwerkertag auf der Bachritterburg mitwirkten.

 

Das Konzept soll unter starken ökologischen und partizipativen Ansätzen um die Aspekte „Vom Korn zum Brot“ und „Aufbau einer Dreifelderwirtschaft“ erweitert werden. Hier ist daran gedacht, auch regionale Landwirte und die Bevölkerung in die Projektabwicklung einzubinden, so beim Handwerkermarkt mit regionalen Produkten an Familiensonntagen. Es wird auch eine Kooperation mit einer Hochschule im Studiengang Lebensmittel, Ernährung“ angestrebt, um die Entwicklung von Rezepten, vergleichende ernährungsphysiologische Aspekte früher-heute darzustellen. Gedacht ist an die Entwicklung von buchbaren Angeboten (Kurse, Führungen, Allgemeine Projekte, Pädagogische Projekte für Schulklassen), Familiensonntage „Wir backen ein Brot“, Schaubacken mit Bäckereien, Burgbelebungen „Mittelalterliche Ernährungsprojekte“, ein Rundweg um die Burg mit landwirtschaftlichem Wegweiser unter Beteiligung des Landwirtschaftsamtes und des Bauernverbandes als Unterstützer „Projekt Radweg“. Die Entwicklung von Projekten „Mittelalterliche Ernährung“ soll durch eine externe Fachkraft aus dem Bereich Museologie, Archäologie, Geschichte vertieft bzw. erarbeitet werden.

 

Durch die räumliche Nähe von Federseemuseum und Bachritterburg soll die interkommunale Zusammenarbeit durch verschiedene Kurse zur Ernährung z.B. „Kochen durch die Jahrtausende“ mit vergleichenden Elementen, Unterschiede, Nahrungsangebote, Utensilien, Modeerscheinungen usw. aufgezeigt und herausgearbeitet werden. Der Bau des Kappenofens soll weitgehend in Eigenregie erfolgen, wobei daran gedacht ist, den Kindergarten beim Lehm stampfen einzubinden, die Kanzacher Mittelaltergruppe für die Verputzarbeiten und die örtlichen Firmen für die Umsetzung und Betreuung, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten.

 

Jetzt gilt es die Konzeption zu realisieren und die Bachritterburg um einen gewichtigen Aspekt zu bereichern, der auch wieder das Interesse an einem Besuch der Anlage wecken soll.

 

Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am 16.10.2020 statt.